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LinkedIn-Ghostwriting: Bezahlt für CEOs schreiben

LinkedIn-Ghostwriting ist 2026 einer der bestbezahlten Nischen-Nebenjobs für BWL-Studierende mit Schreib- und Marketing-Talent. Schweizer Unternehmer, CEOs und Solopreneure wissen längst, dass ihre persönliche Sichtbarkeit auf LinkedIn Aufträge, Investoren und Talente bringt – nur fehlt ihnen die Zeit, regelmässig Posts zu schreiben. Genau hier setzen Ghostwriter an: Sie führen ein bis zwei Calls pro Monat, fangen Gedanken und Anekdoten ihrer Klienten ein und veröffentlichen vier bis acht Beiträge im Namen des Klienten. Honorare zwischen 1’500 und 5’000 Franken pro Monat und Klient sind absolut marktüblich.

Warum gerade jetzt der Einstieg lohnt

Drei Entwicklungen treffen aufeinander. Erstens: LinkedIn-Reichweite wird in der Schweizer B2B-Welt immer wichtiger – Sales-Teams generieren Leads über persönliche Profile, nicht mehr nur über Firmen-Pages. Zweitens: Generative KI hat die Hürde für Texterstellung scheinbar gesenkt, gleichzeitig aber die Spreu vom Weizen getrennt. Posts, die nach ChatGPT klingen («Hier sind 5 Lessons Learned…»), werden gnadenlos durchgescrollt. Wer Ghostwriting mit echter Recherche, persönlicher Stimme und Schweizer Kontext macht, hat einen klaren Vorteil. Drittens: Vielen erfahrenen Textern fehlt das Verständnis für LinkedIn-Mechanik – Studierende, die selbst täglich auf der Plattform sind, kennen Hooks, Carousel-Formate und das Engagement-Spiel intuitiv.

So sieht das Geschäftsmodell konkret aus

Ein typisches Setup: Vier Posts pro Monat zu einem Pauschalpreis von 1’500 bis 2’500 Franken. Das Onboarding umfasst ein 90-Minuten-Strategie-Gespräch (Themen, Zielgruppe, Tonalität), Lesen vorhandener Texte und Sichtung der LinkedIn-Historie. Danach finden monatlich ein bis zwei einstündige Content-Calls statt – aufgezeichnet, transkribiert (Whisper, Otter, MacWhisper) und als Rohmaterial für die Posts genutzt.

Pro Post fallen drei bis fünf Stunden Arbeit an: Strukturieren, Hook formulieren, in der Stimme des Klienten schreiben, Carousel- oder Grafik-Vorschlag erstellen, eine Iteration mit Feedback, Veröffentlichung samt Antworten auf erste Kommentare. Für vier Posts ergibt das 12 bis 20 Stunden im Monat – bei 2’000 Franken Honorar ein Stundensatz von 100 bis 160 Franken. Drei bis vier Klienten parallel sind in einem 20- bis 40-Prozent-Pensum gut machbar.

Akquise: Wie die ersten Klienten kommen

Der ehrlichste Weg führt über die eigene LinkedIn-Präsenz. Wer drei Monate lang selbst zwei Posts pro Woche zum Thema «B2B-Content», «Personal Branding für Founder» oder «Content Strategy für Solopreneure» veröffentlicht, baut Glaubwürdigkeit auf. Aus den Engagement-Listen lassen sich aktive Geschäftsführer und Unternehmer identifizieren – das sind die warmen Kontakte für eine Direktansprache.

Ein zweiter Pfad: Studienkollegen und Dozierende ansprechen, die Beratungs- oder Coaching-Geschäfte betreiben. Zwei bis drei kostenlose Pilot-Posts mit klarer Vereinbarung («Wenn du davon einen Lead generierst, machen wir einen bezahlten Folgemonat») bringen schnell Case Studies. Drittens funktioniert Direktansprache via LinkedIn DM, wenn sie nicht nach Vorlage klingt: konkretes Lob für einen bestehenden Post, dann eine spezifische Idee, wie sich der nächste verbessern liesse.

Passive Komponente: Templates, Mini-Kurse, Newsletter

Aus dem Ghostwriting-Geschäft entstehen schnell digitale Produkte mit passivem Einkommen. Ein Hook-Template-Pack für 49 Franken, ein 90-minütiger Online-Kurs «Persönlicher LinkedIn-Aufbau für Founder» für 197 Franken oder ein Wochenmagazin mit «Diesen Hook hat eine Schweizer Founderin diese Woche getestet» – alles verkauft via Gumroad oder Stan Store an die wachsende eigene Community. Wer die operative Arbeit für Klienten skalierbar dokumentiert, schafft so neben dem aktiven Einkommen eine zweite Säule, die mit der Reichweite mitwächst.

Realistische Zeitplanung im 20- bis 40-Prozent-Pensum

Bei einem 20-Prozent-Pensum (ca. 35 Stunden im Monat) reichen die Kapazitäten für zwei feste Klienten plus etwas Akquise. Bei 40 Prozent sind drei bis vier Klienten plus eigener Content-Aufbau möglich. Klare Blöcke im Kalender sind Pflicht: Montag früh Klienten-Calls, Mittwoch und Donnerstag Vormittag Schreiben, Freitag Veröffentlichung und Antwort-Management. Wer das chaotisch zwischen Vorlesungen einschiebt, verbrennt sich – die Arbeit erfordert konzentrierte Vier-Stunden-Blöcke.

Steuerlich gilt: Bei mehr als 2’300 Franken pro Jahr fallen AHV-Beiträge an, die selbst zu melden sind. Über rund 17’000 Franken Jahresumsatz beginnt die selbständige Erwerbstätigkeit mit eigener Anmeldung bei der Ausgleichskasse. Mehrwertsteuerpflicht erst ab 100’000 Franken Umsatz.

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Erster konkreter Schritt

Diese Woche: Auf LinkedIn das eigene Profil aufräumen (Header, Bio, Pinned-Post) und drei Themen identifizieren, zu denen Sie konsequent posten würden. Nächste Woche: Drei Posts pro Woche planen, zwei aktive Schweizer Founder als «Stimmen-Vorbilder» analysieren (Hook-Struktur, Zeilenumbrüche, Story-Aufbau). Nach 30 Tagen sichtbarer Aktivität: Die ersten drei Pilotgespräche anfragen – am besten bei Kontakten, die schon mitbekommen haben, wie ernsthaft Sie das angehen.

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