{"id":689,"date":"2026-05-27T15:36:30","date_gmt":"2026-05-27T13:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=689"},"modified":"2026-05-27T15:36:30","modified_gmt":"2026-05-27T13:36:30","slug":"nachhilfe-fuer-maturanden-bwl-tutor-als-studi-nebenverdienst-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/nachhilfe-fuer-maturanden-bwl-tutor-als-studi-nebenverdienst-2\/","title":{"rendered":"Nachhilfe f\u00fcr Maturanden: BWL-Tutor als Studi-Nebenverdienst"},"content":{"rendered":"<p>Wer im dritten oder vierten BWL-Semester sitzt, hat den Stoff der Maturit\u00e4tspr\u00fcfung in Buchhaltung, Volkswirtschaft und Statistik noch frisch im Kopf \u2013 und gleichzeitig genug Distanz, um ihn ruhig erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Genau diese Kombination ist auf dem Schweizer Nachhilfemarkt sehr gefragt. Plattformen wie Superprof, Tutor24 oder GoStudent vermitteln 2026 Tausende Anfragen pro Woche, und kaum eine Wirtschaftsmittelschule oder Kantonsschule hat genug schulinternes Tutoring-Angebot. F\u00fcr eine 20-bis-40-Prozent-Zeitinvestition kann ein BWL-Studi damit zwischen 600 und 2&#8217;000 Franken pro Monat erwirtschaften, sauber neben dem Studium.<\/p>\n<h2>Warum Maturanden ein dankbares Segment sind<\/h2>\n<p>Wer Mathematik, Rechnungswesen, VWL oder Statistik auf Maturit\u00e4tsniveau erkl\u00e4rt, profitiert von drei strukturellen Vorteilen. Erstens ist die Zielgruppe <strong>planbar<\/strong>: Pr\u00fcfungstermine, Schwerpunktf\u00e4cher und Ferienpl\u00e4ne sind fix, was den eigenen Wochenkalender entlastet. Zweitens hat die <strong>Zahlungsbereitschaft der Eltern<\/strong> gerade vor schulrelevanten Pr\u00fcfungen ein hohes Niveau \u2013 Stundens\u00e4tze von CHF 50 bis 80 sind in Z\u00fcrich, Genf, Basel und Bern problemlos durchsetzbar, in der Gymi-Vorbereitung sogar CHF 60 bis 100. Drittens ist der Stoff <strong>wiederholbar<\/strong>: Wer einmal sauberes Material f\u00fcr Maturit\u00e4ts-Buchhaltung oder das Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht aufgebaut hat, nutzt es jahrelang f\u00fcr neue Sch\u00fcler.<\/p>\n<h2>Aktive M\u00f6glichkeiten \u2013 wo die ersten Kunden herkommen<\/h2>\n<p>Der schnellste Weg in die ersten Stunden f\u00fchrt \u00fcber Vermittlungsplattformen. <strong>Superprof<\/strong> ist 2026 in der Deutschschweiz der gr\u00f6sste Marktplatz \u2013 Profil anlegen ist kostenlos, der eigene Stundensatz frei w\u00e4hlbar zwischen CHF 20 und 80. Die Plattform beh\u00e4lt keine Provision pro Stunde, finanziert sich aber \u00fcber eine einmalige \u00abVerbindungsgeb\u00fchr\u00bb der Sch\u00fcler. Tutor24 funktioniert \u00e4hnlich, mit etwas h\u00f6herem Schweiz-Anteil und pers\u00f6nlicher Betreuung. GoStudent vermittelt eher klassische Schul-Nachhilfe (Sek, Gymi) und arbeitet mit fixen Tutoren-Honoraren.<\/p>\n<p>Wer lieber unabh\u00e4ngig arbeiten m\u00f6chte, baut sich ein Mini-Profil auf Instagram oder TikTok auf: \u00abBWL-Lounge mit @your.handle \u2013 Buchhaltung erkl\u00e4rt in 60 Sekunden\u00bb. Zwei bis drei kurze Reels pro Woche reichen, um lokal in Z\u00fcrich oder Bern sichtbar zu werden. Wichtig: Stadtteil und Schule in der Bio nennen, ein einfacher Link zu Calendly oder zur eigenen WhatsApp-Nummer reicht f\u00fcr die Buchung.<\/p>\n<p>Direkter Weg: <strong>Schulsekretariate kontaktieren<\/strong>. Viele Kantonsschulen f\u00fchren schwarze Bretter oder digitale Tutor-Listen f\u00fcr interne Vermittlung. Eine knappe Mail mit eigenen Maturanoten und einem Foto reicht. Auch Lerncenter-Ketten (Tutorflix, easymath) suchen permanent Tutoren auf Werkvertragsbasis.<\/p>\n<h2>Passive M\u00f6glichkeiten \u2013 das eigene Material monetarisieren<\/h2>\n<p>Wer Stunden gibt, baut automatisch <strong>Unterrichtsmaterial<\/strong> auf \u2013 Zusammenfassungen, \u00dcbungsaufgaben mit L\u00f6sungen, Mindmaps zu Mikro\/Makro. Dieses Material l\u00e4sst sich ausserhalb der eigenen Lektionen verkaufen. Drei Wege haben sich bew\u00e4hrt: Ein <strong>PDF-Paket<\/strong> mit 30 Seiten \u00abMaturit\u00e4ts-Buchhaltung \u00dcbersicht inkl. L\u00f6sungswege\u00bb f\u00fcr CHF 19\u201339 auf Gumroad oder Etsy. Eine <strong>Notion-Vorlage<\/strong> mit Lernplan, Karteikarten-Template und \u00dcbungspool f\u00fcr CHF 9\u201319. Oder eine <strong>kurze YouTube-Playlist<\/strong> zu einem spezifischen Thema (z.B. \u00abdoppelte Buchhaltung in 90 Minuten\u00bb), die langfristig Werbeeinnahmen und neue Tutoring-Kunden bringt. Mehr zur Mechanik digitaler Mini-Produkte findest du im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/notion-templates-verkaufen-gumroad-notion-marketplace\/\">Notion-Templates verkaufen \u2013 Gumroad und Notion Marketplace<\/a>.<\/p>\n<p>Wer eine ruhige Zwischensaison nutzt \u2013 Mai\/Juni vor den Sommerferien, Oktober\/November \u2013, kann in 20\u201330 Stunden Arbeit ein digitales Mini-Produkt produzieren, das in der Hochsaison (vor Pr\u00fcfungen im M\u00e4rz, Juni, Dezember) jeden Monat 100\u2013500 Franken Zusatzcashflow liefert, ohne neue Stunden geben zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Realistische Zeitplanung 20\u201340 Prozent<\/h2>\n<p>Eine ehrliche Wochenrechnung: Eine bezahlte Nachhilfestunde kostet 90 Minuten Bruttozeit (60 Minuten Lektion + 20 Minuten Vorbereitung + 10 Minuten Anfahrt oder Videocall-Setup). Wer f\u00fcnf Stunden pro Woche unterrichtet, blockt also rund <strong>7.5 Stunden Brutto<\/strong> \u2013 passt sauber in einen 20-Prozent-Nebenjob. Bei zehn Stunden pro Woche (\u224840 Prozent) kommt man auf 15 Brutto-Stunden, was im Semester gerade noch vertr\u00e4glich ist; in Klausurphasen sollten Sie dann fr\u00fchzeitig Pausen kommunizieren.<\/p>\n<p>Stundensatz-Realit\u00e4t: Anfangs CHF 40\u201350 pro 60 Minuten, nach drei bis sechs Monaten mit positiven Bewertungen auf CHF 60\u201380 erh\u00f6hbar. Pure Mathematik: 6 Stunden\/Woche \u00d7 CHF 60 \u00d7 40 Wochen = ca. CHF 14&#8217;400 pro Jahr brutto \u2013 steuerlich als Nebenerwerb bei der kantonalen Steuerverwaltung anzugeben. Bei mehr als CHF 2&#8217;300 Honorar pro Auftraggeber und Jahr fallen AHV-Beitr\u00e4ge an (Selbst\u00e4ndigerwerb oder \u00fcber Vereinfachtes Abrechnungsverfahren). Mehr zur Mechanik f\u00fcr Studierende im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/social-media-freelance-erste-kunden-als-studi\/\">Social-Media-Freelance: Erste Kunden als Studi<\/a>.<\/p>\n<h2>Erster konkreter Schritt<\/h2>\n<p>Diese Woche: Ein Superprof-Profil anlegen, drei Schwerpunkte definieren (z.B. Maturit\u00e4ts-Buchhaltung, Mikro\u00f6konomie 1. Semester, Statistik mit Excel), Stundensatz auf CHF 40 starten, drei lokale Schulen im Umkreis explizit als Zielgruppe nennen. Nach den ersten drei zufriedenen Sch\u00fclern Bewertungen einsammeln, danach Stundensatz auf CHF 55 anheben. Parallel: Lernmaterial der eigenen Lektionen sauber digitalisieren \u2013 das ist das sp\u00e4tere passive Produkt.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Nachhilfe als BWL-Studi ist kein klassischer \u00abHipster\u00bb-Nebenverdienst \u2013 aber einer der zuverl\u00e4ssigsten. Stundensatz, Nachfrage und Planbarkeit stehen, der Zeitaufwand bleibt \u00fcberschaubar. Wer das aktive Geben mit einem passiven Material-Produkt kombiniert, hat ab dem dritten Semester eine kleine zweite Einkommensquelle, die das Studium finanziell entspannt \u2013 und nebenbei den eigenen Stoff zementiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer im dritten oder vierten BWL-Semester sitzt, hat den Stoff der Maturit\u00e4tspr\u00fcfung in Buchhaltung, Volkswirtschaft und Statistik noch frisch im Kopf \u2013 und gleichzeitig genug Distanz, um ihn ruhig erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Genau diese Kombination ist auf dem Schweizer Nachhilfemarkt sehr gefragt. 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