{"id":441,"date":"2026-05-20T21:48:29","date_gmt":"2026-05-20T19:48:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=441"},"modified":"2026-05-20T21:48:29","modified_gmt":"2026-05-20T19:48:29","slug":"ugc-fuer-studierende-marken-zahlen-fuer-content","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/ugc-fuer-studierende-marken-zahlen-fuer-content\/","title":{"rendered":"UGC f\u00fcr Studierende: Marken zahlen f\u00fcr Content"},"content":{"rendered":"<p>User Generated Content \u2013 kurz UGC \u2013 ist seit 2024 der wahrscheinlich profitabelste Nebenjob f\u00fcr Studierende mit etwas Smartphone-Talent. Marken kaufen unauthentische Werbe-Spots nicht mehr von Agenturen, sondern von Privatpersonen mit guter Kamera-Pr\u00e4senz. Wer 2000\u20134000 Franken pro Monat zus\u00e4tzlich generieren will, ohne 100 % zu arbeiten, sollte verstehen, wie dieses Gesch\u00e4ft funktioniert \u2013 und wo die Schweiz andere Spielregeln hat als die deutschen oder amerikanischen Beispiele auf TikTok.<\/p>\n<h2>Worum es bei UGC genau geht \u2013 und warum gerade jetzt<\/h2>\n<p>UGC ist nicht Influencer-Marketing. Sie brauchen weder eine grosse Followerzahl noch eine Marken-Pers\u00f6nlichkeit. Die Aufgabe ist deutlich konkreter: Sie produzieren ein 30- bis 60-sek\u00fcndiges Video, in dem Sie ein Produkt nutzen oder erkl\u00e4ren, und liefern es als Rohmaterial an die Marke. Die Marke nutzt das Video in eigenen Kan\u00e4len \u2013 Instagram-Ads, TikTok-Ads, Meta-Werbung. Sie sind nicht \u00abdas Gesicht der Kampagne\u00bb, sondern liefern den Content, der durchschnittlichen Personen \u00e4hnelt und deshalb in der Ad-Algorithmik besser performt.<\/p>\n<p>Der Boom hat einen einfachen Grund: Plattformen wie Meta und TikTok zeigen seit 2023 nachweislich h\u00f6here Klick- und Konversionsraten f\u00fcr \u00abUGC-Style-Ads\u00bb gegen\u00fcber klassischen Studio-Spots. Marken zahlen f\u00fcr gut produzierten UGC zwischen 80 und 400 Franken pro Video \u2013 je nach Erfahrung, Editing-Tiefe und Lizenz. Wer eine BWL-Ausbildung mitbringt, kann sich vom Anf\u00e4nger-Bereich (CHF 80\u2013150) schnell in die professionelle Mitte (CHF 200\u2013350) verlagern.<\/p>\n<h2>Aktive M\u00f6glichkeiten: vom ersten Brief zum wiederkehrenden Kunden<\/h2>\n<p>Der Einstieg l\u00e4uft fast immer \u00fcber Plattformen, die Briefings und Bezahlung organisieren. In der Schweiz und im DACH-Raum sind drei relevant: <strong>Kingfluencers<\/strong>, <strong>influence.vision<\/strong> und <strong>JustOne<\/strong>. International dominieren <strong>Trend.io<\/strong>, <strong>Insense<\/strong> und <strong>Billo<\/strong>. Sie registrieren sich, l\u00e4dt 3\u20135 Beispiel-Videos hoch (gefilmt mit dem Smartphone, nicht mit der Spiegelreflex), und bewerben sich auf offene Briefings.<\/p>\n<p>Ein erstes Briefing umfasst typischerweise: Produktbeschreibung, drei bis f\u00fcnf Hooks (Er\u00f6ffnungss\u00e4tze), eine Botschaft, Plattformformat (9:16 f\u00fcr TikTok\/Reels, 1:1 f\u00fcr Feed), Lizenzdauer (3, 6 oder 12 Monate). Erfolgskritisch ist nicht die Filmqualit\u00e4t, sondern der erste Satz: Wenn die ersten zwei Sekunden nicht haken, ist das Video f\u00fcr die Marke unbrauchbar. CapCut, InShot oder das hauseigene Editing-Tool gen\u00fcgen f\u00fcr die Bearbeitung; ein Lavalier-Mikrofon f\u00fcr 40 Franken ist die einzige Hardware, die sich lohnt.<\/p>\n<p>Daneben funktionieren <strong>direkte Akquise<\/strong> und <strong>Storefront-Modelle<\/strong>. Wer sich auf eine Branche spezialisiert \u2013 Skincare, Fitness, Schweizer Konsumg\u00fcter, B\u00fcrobedarf \u2013 kann Marken per LinkedIn oder Mail direkt anschreiben und 5er- oder 10er-Pakete verkaufen. Mit zwei bis drei Stammkunden lassen sich planbare 1500 Franken pro Monat erreichen.<\/p>\n<h2>Passive M\u00f6glichkeiten: B-Roll, Templates, Affiliate<\/h2>\n<p>Aus jedem UGC-Video fallen zehn bis dreissig Sekunden B-Roll-Material ab \u2013 generische Aufnahmen von H\u00e4nden, Texturen, Lifestyle-Szenen, die in keiner Kampagne landen. Diese Schnipsel lassen sich auf <strong>Pexels Pro<\/strong>, <strong>Artgrid<\/strong> oder <strong>MotionArray<\/strong> als Stockfootage verkaufen. Realistisch sind 30 bis 200 Franken pro Monat aus dem Archiv, sobald rund 100 Clips eingestellt sind.<\/p>\n<p>Eine zweite passive S\u00e4ule sind <strong>CapCut-Templates und Canva-Vorlagen<\/strong>. Wer f\u00fcr seinen UGC ohnehin ein gutes Editing-Pattern hat, kann es als Template anbieten \u2013 etwa f\u00fcr andere UGC-Anf\u00e4nger oder Marken-Inhouse-Teams. Marktpl\u00e4tze sind hier <strong>CapCut Templates<\/strong> (Plattform-intern), <strong>Etsy<\/strong> und <strong>Creative Market<\/strong>. Und drittens: <strong>Affiliate-Links<\/strong> unter jedem Reel oder TikTok-Video, das Sie nicht f\u00fcr eine Marke, sondern aus eigener Begeisterung produzieren. Mehr zur Mechanik findet sich in unserem <a href=\"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=405\">Beitrag zu Affiliate-Marketing f\u00fcr Schweizer Creator<\/a>.<\/p>\n<h2>Realistische Zeitplanung bei 20\u201340 %<\/h2>\n<p>Ein UGC-Video ben\u00f6tigt \u2013 wenn Routine da ist \u2013 zwei bis drei Stunden vom Briefing-Lesen bis zum Export. Bei vier Videos pro Woche und einem Honorar von 200 Franken pro Video sind das rund 3200 Franken pro Monat, bei einem Aufwand von 32\u201348 Stunden \u2013 also ein 20- bis 30-%-Pensum. Wer zus\u00e4tzlich Direktkunden bedient und Stockfootage hochl\u00e4dt, kommt mit 40 % Auslastung an die Marke von 4500\u20135000 Franken.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr Studierende: Steuern und AHV. Nebeneink\u00fcnfte ab CHF 2300 pro Jahr sind AHV-pflichtig \u2013 die Anmeldung als Selbst\u00e4ndigerwerbende erfolgt \u00fcber die Ausgleichskasse des Wohnkantons. Ein einfaches Excel mit Datum, Kundin, Honorar, MwSt-Status und Lizenzdauer reicht in den ersten zwei Jahren v\u00f6llig.<\/p>\n<h2>Der erste konkrete Schritt diese Woche<\/h2>\n<p>Filmen Sie drei Beispiel-Videos zu Produkten, die Sie ohnehin nutzen \u2013 Shampoo, Kaffeemaschine, Notebook-Tasche. Jeweils 30 Sekunden, vertikal, mit Aufh\u00e4nger in der ersten Sekunde. Hochladen auf Kingfluencers, influence.vision und Trend.io. Innerhalb von zwei Wochen wissen Sie, ob das Briefing-Match funktioniert. Wenn ja, ist UGC mit Abstand der lukrativste Nebenverdienst, den Sie sich ohne Startkapital aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>User Generated Content \u2013 kurz UGC \u2013 ist seit 2024 der wahrscheinlich profitabelste Nebenjob f\u00fcr Studierende mit etwas Smartphone-Talent. Marken kaufen unauthentische Werbe-Spots nicht mehr von Agenturen, sondern von Privatpersonen mit guter Kamera-Pr\u00e4senz. 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