{"id":281,"date":"2026-05-17T18:03:33","date_gmt":"2026-05-17T16:03:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=281"},"modified":"2026-05-17T21:03:57","modified_gmt":"2026-05-17T19:03:57","slug":"crowdlending-schweiz-rendite-mit-lend-und-cashare","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/crowdlending-schweiz-rendite-mit-lend-und-cashare\/","title":{"rendered":"Crowdlending Schweiz: Rendite mit Lend und Cashare"},"content":{"rendered":"<p>Tagesgeldkonten werfen 2026 in der Schweiz wieder etwas ab, aber wer eine Rendite oberhalb der Teuerung sucht, schaut sich nach Alternativen um. Crowdlending \u2013 also das direkte Verleihen von Geld an Privatpersonen oder KMU \u00fcber Plattformen wie <strong>Lend<\/strong> oder <strong>Cashare<\/strong> \u2013 ist nach Jahren des Booms erwachsen geworden: weniger Goldgr\u00e4berstimmung, mehr verl\u00e4ssliche Zahlen. Wer monatliche Zinsen statt Aktienachterbahnen will, findet hier einen ernsthaften Baustein f\u00fcr das passive Portfolio.<\/p>\n<h2>Was Crowdlending heute leistet<\/h2>\n<p>Lend hat nach eigenen Angaben \u00fcber 4&#8217;600 Kreditprojekte mit rund 65&#8217;000 Investoren finanziert; Cashare ist seit 2008 am Markt und meldete bei Privatkrediten 2019 eine Ausfallquote von 0.84 Prozent \u2013 ein Wert, den klassische Konsumkreditinstitute selten unterbieten. Der gesetzliche Maximalzins in der Schweiz liegt 2026 weiterhin bei 10 Prozent f\u00fcr Konsumkredite. Innerhalb dieses Rahmens preisen die Plattformen Kredite risikoadjustiert ein: bonit\u00e4tsstarke Schuldner ab rund 4 Prozent, riskantere Tranchen bis an die gesetzliche Obergrenze.<\/p>\n<p>F\u00fcr Anleger heisst das: Eine breit diversifizierte Auswahl liefert nach Plattformgeb\u00fchren und Steuern realistisch <strong>3 bis 6 Prozent j\u00e4hrlich<\/strong> \u2013 mehr als jedes S\u00e4ule-3a-Konto und ohne Marktschwankungen wie an der B\u00f6rse. Allerdings sind die Gelder gebunden, in der Regel 12 bis 60 Monate je nach Kredit.<\/p>\n<h2>Lend, Cashare oder swisspeers \u2013 welche Plattform passt?<\/h2>\n<p>Die drei grossen Schweizer Anbieter haben unterschiedliche Schwerpunkte:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Lend<\/strong> richtet sich an Privatkredit-Anleger, hat den ausgereiftesten Auto-Invest und ver\u00f6ffentlicht detaillierte Bonit\u00e4ts-Scorecards.<\/li>\n<li><strong>Cashare<\/strong> mischt Privat- und KMU-Kredite, mit niedrigen Einstiegsbetr\u00e4gen ab CHF 100 pro Projekt.<\/li>\n<li><strong>swisspeers<\/strong> spezialisiert sich auf KMU-Kredite und richtet sich an Anleger, die h\u00f6here Betr\u00e4ge platzieren m\u00f6chten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Mindesteinsatz pro Tranche liegt je nach Plattform zwischen CHF 50 und CHF 500. Wer dieselben CHF 10&#8217;000 auf 40 bis 80 verschiedene Kredite verteilt, reduziert das Klumpenrisiko erheblich. Das ist die wichtigste Hausaufgabe: nicht alles in drei grosse Kredite stecken.<\/p>\n<h2>Steuern und Realertrag korrekt rechnen<\/h2>\n<p>Zinsertr\u00e4ge aus Crowdlending sind in der Schweiz <strong>vollumf\u00e4nglich als Einkommen steuerpflichtig<\/strong> \u2013 im Gegensatz zu Kursgewinnen auf Aktien, die f\u00fcr Privatanleger steuerfrei bleiben. Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent schrumpfen 5 Prozent Bruttozins schnell auf netto 3.5 Prozent. Vor dem Investment lohnt also der Blick auf den pers\u00f6nlichen Marginalsatz.<\/p>\n<p>Ebenfalls einzukalkulieren sind Ausf\u00e4lle. Plattformen weisen historische Ausfallquoten transparent aus, aber \u00abhistorisch\u00bb heisst nicht \u00abgarantiert\u00bb. Wer 2026 startet, sollte mit 1 bis 2 Prozent Ausfall pro Jahr rechnen und das in seiner Renditeerwartung ber\u00fccksichtigen. Eine Faustregel aus der Branche: nicht mehr als <strong>5 bis 10 Prozent des Gesamtportfolios<\/strong> in Crowdlending stecken.<\/p>\n<h2>Konkreter Einstieg in vier Schritten<\/h2>\n<p>Wer den Schritt wagen will, kann sich an folgendem Ablauf orientieren:<\/p>\n<p>1. <strong>Konto er\u00f6ffnen<\/strong> auf ein bis zwei Plattformen \u2013 Verifizierung dauert in der Regel zwei bis drei Werktage.<\/p>\n<p>2. <strong>Auto-Invest aktivieren<\/strong> mit konservativen Filtern: Bonit\u00e4tsstufe A bis B, Laufzeit maximal 36 Monate, h\u00f6chstens CHF 200 pro Tranche.<\/p>\n<p>3. <strong>Monatliche Zinsen wieder anlegen<\/strong>, statt sie auf das Konto auszuzahlen \u2013 der Zinseszins-Effekt macht \u00fcber f\u00fcnf Jahre einen Unterschied von rund 15 Prozent.<\/p>\n<p>4. <strong>Quartalsweise reviewen<\/strong>: Wie hoch ist der tats\u00e4chliche Ausfall? Wie viele Tranchen sind im Verzug?<\/p>\n<p>Wer Crowdlending als Baustein neben einem bereits laufenden Dividenden-Portfolio sieht, kombiniert zwei Einkommensquellen mit komplement\u00e4rem Risiko: schwankungsarme Zinsen plus wachsende Aussch\u00fcttungen. Ein guter Einstiegspunkt f\u00fcr Letzteres ist der bereits erschienene Artikel <a href=\"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=252\">\u00abPassives Einkommen 2026: Dividenden-ETFs\u00bb<\/a>.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fallstricke vermeiden<\/h2>\n<p>Drei Fehler tauchen in Erfahrungsberichten immer wieder auf. Erstens: zu wenig Tranchen. Wer nur f\u00fcnf Kredite zeichnet, wird statistisch garantiert einen Ausfall erleben, der die gesamte Jahresrendite auffrisst. Zweitens: Reinvestitionen vergessen. Liegen die monatlich zur\u00fcckfliessenden Zinsen ungenutzt auf dem Plattform-Cashkonto, bringen sie null Rendite. Drittens: die Bonit\u00e4t nicht selbst nachpr\u00fcfen. Die Auto-Invest-Filter sind komfortabel, aber wer einmal pro Quartal die durchschnittliche Bonit\u00e4tsstufe der eigenen Position pr\u00fcft, erkennt schleichende Risikoverschiebungen fr\u00fch.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Crowdlending ist 2026 weder Geheimtipp noch Selbstl\u00e4ufer. Lend und Cashare bieten erprobte Plattformen mit klaren Risikometriken, aber die Rendite kommt nur, wer sauber diversifiziert, die Steuern einrechnet und die Liquidit\u00e4tsbindung akzeptiert. Als Beimischung zu Aktien und ETF lohnt sich das Konzept \u2013 als alleinige Renditequelle dagegen nicht.<\/p>\n<p><strong>N\u00e4chster Schritt:<\/strong> Auf <a href=\"https:\/\/lend.ch\">lend.ch<\/a> oder <a href=\"https:\/\/cashare.ch\">cashare.ch<\/a> ein Demokonto anlegen, das Pricing-Modell anschauen und mit einer Testtranche von CHF 500 starten. Erst danach skalieren.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.capitalo.ch\/kredit\/ratgeber\/p2p\">Capitalo P2P-Vergleich 2026<\/a>, <a href=\"https:\/\/lend.ch\/en\/investing\">Lend.ch Investing<\/a>, <a href=\"https:\/\/info.swisspeers.ch\/crowdlending-vergleich-plattformen-schweiz\">swisspeers Crowdlending-Vergleich<\/a>, <a href=\"https:\/\/biztec.ch\/lend-erklaert-peer-to-peer-kredite-in-der-schweiz\/\">Biztec \u00fcber Lend<\/a>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tagesgeldkonten werfen 2026 in der Schweiz wieder etwas ab, aber wer eine Rendite oberhalb der Teuerung sucht, schaut sich nach Alternativen um. Crowdlending \u2013 also das direkte Verleihen von Geld an Privatpersonen oder KMU \u00fcber Plattformen wie Lend oder Cashare \u2013 ist nach Jahren des Booms erwachsen geworden: weniger Goldgr\u00e4berstimmung, mehr verl\u00e4ssliche Zahlen. 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