{"id":254,"date":"2026-05-17T14:00:58","date_gmt":"2026-05-17T12:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=254"},"modified":"2026-05-17T14:00:58","modified_gmt":"2026-05-17T12:00:58","slug":"saeule-3a-2026-der-maximalbetrag-die-januar-regel-und-der-trick-mit-den-nachzahlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/saeule-3a-2026-der-maximalbetrag-die-januar-regel-und-der-trick-mit-den-nachzahlungen\/","title":{"rendered":"S\u00e4ule 3a 2026: Der Maximalbetrag, die Januar-Regel und der Trick mit den Nachzahlungen"},"content":{"rendered":"<p>Wer 2026 in der Schweiz vorsorgt, hat ein Werkzeug mehr in der Hand. Erstmals erlaubt der Gesetzgeber, verpasste S\u00e4ule-3a-Beitr\u00e4ge bis zu zehn Jahre r\u00fcckwirkend nachzuzahlen. Klingt nach einer dieser b\u00fcrokratischen Neuigkeiten, die nur Steuerberater interessieren? Im Gegenteil \u2013 wer den Mechanismus versteht, kann \u00fcber die n\u00e4chsten Jahre f\u00fcnfstellige Betr\u00e4ge an Steuern sparen und gleichzeitig eine deutlich gr\u00f6ssere Altersvorsorge aufbauen. Hier sind die Fakten 2026, ohne Marketing-Sprech.<\/p>\n<h2>Der Maximalbetrag 2026 \u2013 kurz und konkret<\/h2>\n<p>Der j\u00e4hrliche H\u00f6chstbeitrag in die S\u00e4ule 3a betr\u00e4gt 2026 f\u00fcr Erwerbst\u00e4tige mit Pensionskassenanschluss CHF 7&#8217;258. Wer als Selbst\u00e4ndigerwerbender ohne BVG einzahlt, darf bis zu 20 Prozent des Nettoerwerbseinkommens, maximal aber CHF 36&#8217;288, einzahlen. Diese Zahlen sind die einzigen, die du dieses Jahr wirklich auswendig kennen solltest \u2013 jeder einbezahlte Franken reduziert dein steuerbares Einkommen unmittelbar.<\/p>\n<p>Wie viel das konkret bringt? Bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent \u2013 realistisch f\u00fcr die meisten Doppelverdienerhaushalte in Z\u00fcrich, Bern oder Genf \u2013 spart eine Vollzahlung von CHF 7&#8217;258 rund CHF 2&#8217;177 Steuern. Pro Jahr. \u00dcber zwanzig Berufsjahre summiert sich das auf \u00fcber CHF 43&#8217;000, die der Staat nicht bekommt, sondern dein Pensionsalter versch\u00f6nert.<\/p>\n<h2>Die neue Nachzahlungs-Regel: Worum es wirklich geht<\/h2>\n<p>Ab 1. Januar 2026 d\u00fcrfen vergessene oder ausgelassene Beitragsjahre der letzten zehn Jahre nachgezahlt werden. Aber Achtung \u2013 und das \u00fcbersehen viele Artikel: Die Regelung gilt erst f\u00fcr Beitragsjahre <strong>ab 2025<\/strong>. Wer also 2018 nichts einzahlte, kann das auch 2026 nicht nachholen. Das erste nachzahlbare Jahr ist 2025. Realistisch heisst das: 2026 lassen sich h\u00f6chstens die 2025er L\u00fccke und die 2026er laufende Einzahlung schliessen \u2013 ein Doppelpack also.<\/p>\n<p>Zwei wichtige Voraussetzungen muss man erf\u00fcllen, sonst funktioniert die Nachzahlung nicht:<\/p>\n<p>Erstens braucht es im fraglichen L\u00fcckenjahr ein Erwerbseinkommen, das AHV-pflichtig war. Wer 2025 ein Sabbatical machte oder im Ausland arbeitete, kann diese Jahre nicht nachzahlen. Zweitens muss der <strong>volle Maximalbeitrag des laufenden Jahres bereits geleistet sein<\/strong>, bevor eine Nachzahlung erfolgen darf. Wer 2026 nur CHF 4&#8217;000 einzahlt und gleichzeitig nachzahlen will, wird abgewiesen \u2013 zuerst die CHF 7&#8217;258 f\u00fcrs laufende Jahr, dann erst der L\u00fcckenschluss.<\/p>\n<p>Pro Fehljahr kann \u00fcbrigens nur <strong>einmal<\/strong> nachgezahlt werden. Wer also f\u00fcr 2025 nur CHF 3&#8217;000 nachzahlt, kann den Rest sp\u00e4ter nicht mehr aufstocken. Genau planen lohnt sich.<\/p>\n<h2>Die Januar-Regel: Der einfachste Renditebooster \u00fcberhaupt<\/h2>\n<p>Ein Detail, das fast nirgends erw\u00e4hnt wird, kann \u00fcber zwanzig Jahre zehntausende Franken ausmachen: der Einzahlungszeitpunkt. Wer den 3a-Beitrag jeweils im Januar statt im Dezember einzahlt, gewinnt elf Monate zus\u00e4tzliche Markt-Exposition pro Jahr. Bei 5 Prozent angenommener langfristiger Rendite und 20 Berufsjahren ergibt das einen Mehrertrag von rund CHF 15&#8217;000 \u2013 nur weil man die \u00dcberweisung elf Monate vorzieht. Kein Anlageprodukt der Welt liefert eine vergleichbar zuverl\u00e4ssige Mehrrendite ohne Zusatzrisiko.<\/p>\n<p>Wer die Liquidit\u00e4t nicht hat, kann den Betrag auch in zw\u00f6lf Monatsraten via Dauerauftrag splitten \u2013 das ist immer noch deutlich besser als der Dezember-Endspurt, den die meisten Schweizer Haushalte tats\u00e4chlich praktizieren.<\/p>\n<h2>Strategisches Staffeln: Mehrere 3a-Konten lohnen sich<\/h2>\n<p>Beim Bezug der S\u00e4ule 3a wird der ausbezahlte Betrag separat vom \u00fcbrigen Einkommen besteuert \u2013 aber progressiv. Wer alles auf einem Konto hat und mit 64 oder 65 pl\u00f6tzlich CHF 300&#8217;000 bezieht, zahlt deutlich mehr Steuern als jemand, der die Summe auf drei oder vier 3a-Konten verteilt und \u00fcber mehrere Jahre gestaffelt bezieht. Faustregel: pro CHF 50&#8217;000 Vorsorgekapital ein separates Konto, maximal f\u00fcnf Konten, und der Bezug verteilt \u00fcber die letzten f\u00fcnf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung. Auch hier gilt: rechtzeitig handeln \u2013 neue Konten lassen sich nicht im Bezugsjahr er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Bei der Wahl der Anlagestrategie hat sich der Markt in den letzten Jahren fundamental ver\u00e4ndert. Digitale Anbieter wie Finpension, Viac oder True Wealth erm\u00f6glichen heute Aktienquoten bis 99 Prozent bei Gesamtkosten oft unter 0,5 Prozent j\u00e4hrlich. Klassische Banken-3a-L\u00f6sungen mit 1,2 Prozent TER und 25 Prozent Aktienquote sind \u00fcber 30 Jahre schlicht ein teurer Anachronismus.<\/p>\n<h2>Dein konkreter n\u00e4chster Schritt<\/h2>\n<p>Setze dich zehn Minuten hin und pr\u00fcfe drei Dinge: Hast du den 3a-Beitrag 2026 bereits voll einbezahlt? Hattest du 2025 ein Erwerbseinkommen und eine Beitragsl\u00fccke? Wie hoch sind deine aktuellen 3a-Geb\u00fchren? Wer eine oder mehrere dieser Fragen mit \u00abJa\u00bb beziehungsweise einem zu hohen Prozentsatz beantwortet, sollte diese Woche aktiv werden. Die Mehrrendite eines optimierten 3a-Sparens schl\u00e4gt fast jede aufwendige Anlagestrategie \u2013 und ist erst noch garantiert.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><em>Quellen: <a href=\"https:\/\/www.zurich.ch\/de\/services\/wissen\/vorsorge-und-anlage\/nachtraegliche-einkaeufe-saeule-3a\">Zurich Schweiz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.ubs.com\/ch\/de\/services\/pension\/pillar-3\/maximal-contribution.html\">UBS Schweiz<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.zkb.ch\/de\/blog\/meine-vorsorge\/beitragsluecken-schliessen-in-der-saeule-3a.html\">ZKB Vorsorge-Blog<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.raiffeisen.ch\/rch\/de\/wissen\/vorsorgen\/nachzahlung-saeule-3a.html\">Raiffeisen<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Dieser Artikel dient der Information und stellt keine Anlage- oder Steuerberatung dar. F\u00fcr deine pers\u00f6nliche Situation lohnt sich das Gespr\u00e4ch mit einer unabh\u00e4ngigen Vorsorgespezialistin oder einem Vorsorgespezialisten.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer 2026 in der Schweiz vorsorgt, hat ein Werkzeug mehr in der Hand. Erstmals erlaubt der Gesetzgeber, verpasste S\u00e4ule-3a-Beitr\u00e4ge bis zu zehn Jahre r\u00fcckwirkend nachzuzahlen. Klingt nach einer dieser b\u00fcrokratischen Neuigkeiten, die nur Steuerberater interessieren? 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