{"id":1336,"date":"2026-07-19T18:11:33","date_gmt":"2026-07-19T16:11:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/?p=1336"},"modified":"2026-07-19T18:11:33","modified_gmt":"2026-07-19T16:11:33","slug":"fusspilz-was-die-apotheke-im-sommer-raet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/fusspilz-was-die-apotheke-im-sommer-raet\/","title":{"rendered":"Fusspilz: Was die Apotheke im Sommer r\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Kaum wird es warm, f\u00fcllen sich Freib\u00e4der, Saunen und Seeb\u00e4der \u2013 und mit ihnen steigt die Zahl der Fusspilz-Infektionen. Barfuss \u00fcber feuchte Fliesen, verschwitzte F\u00fcsse in geschlossenen Turnschuhen: Der Pilz liebt genau diese Bedingungen. Fusspilz ist unangenehm, aber in den allermeisten F\u00e4llen gut selbst behandelbar. Die Apotheke ist dabei die erste und oft ausreichende Anlaufstelle.<\/p>\n<h2>Woran Sie Fusspilz erkennen<\/h2>\n<p>Typisch beginnt Fusspilz zwischen den Zehen, besonders im engen Zwischenraum der beiden kleinsten. Die Haut wird dort weisslich, weicht auf, juckt und kann einreissen. Sp\u00e4ter kommen R\u00f6tung, Schuppung und ein unangenehmer Geruch dazu. Manche Formen zeigen sich auch als trockene, schuppende Fl\u00e4chen an der Fusssohle oder am Rand. Wer diese Zeichen bemerkt, sollte fr\u00fch handeln \u2013 je kleiner die befallene Stelle, desto schneller ist sie wieder weg.<\/p>\n<p>Die Ansteckung erfolgt fast immer \u00fcber Pilzsporen am Boden. In Schwimmbad, Sauna und \u00f6ffentlicher Dusche laufen viele Menschen barfuss, und die Sporen halten sich hartn\u00e4ckig auf warmen, feuchten Oberfl\u00e4chen. Von dort gelangen sie an die eigene Haut und finden in aufgeweichten Zehenzwischenr\u00e4umen ideale Bedingungen. Auch innerhalb des Haushalts wandert der Pilz gern weiter \u2013 \u00fcber geteilte Badematten, Handt\u00fccher oder Hausschuhe. Wer barfuss durch die Wohnung l\u00e4uft, verteilt Sporen zudem auf dem Boden, wo sie andere Familienmitglieder anstecken k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Was die Apotheke empfiehlt<\/h2>\n<p>Gegen Fusspilz gibt es rezeptfreie Antimykotika \u2013 Mittel, die den Pilz abt\u00f6ten oder sein Wachstum stoppen. Sie sind als Creme, Gel, Spray, Puder oder L\u00f6sung erh\u00e4ltlich. H\u00e4ufige Wirkstoffe sind Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin und Ciclopirox. In der Apotheke l\u00e4sst sich am besten kl\u00e4ren, welche Darreichungsform passt: Cremes eignen sich gut f\u00fcr die Zehenzwischenr\u00e4ume, Sprays und Puder eher f\u00fcr gr\u00f6ssere Fl\u00e4chen oder zur Anwendung im Schuh. Manche Kombipr\u00e4parate enthalten zus\u00e4tzlich einen leicht entz\u00fcndungshemmenden Anteil, der den Juckreiz rascher lindert \u2013 f\u00fcr die eigentliche Heilung bleibt aber das Antimykotikum entscheidend.<\/p>\n<p>Entscheidend ist die Konsequenz. Die Behandlung dauert je nach Wirkstoff und Ausmass meist zwei bis vier Wochen, manchmal l\u00e4nger. Ein h\u00e4ufiger Fehler: Man setzt das Mittel ab, sobald der Juckreiz weg ist. Dann sind aber oft noch Pilzreste vorhanden, und die Infektion kehrt zur\u00fcck. Wenden Sie das Pr\u00e4parat deshalb wie angegeben weiter an, auch wenn die Haut schon wieder gut aussieht \u2013 gerade Terbinafin-Pr\u00e4parate mit k\u00fcrzerer Anwendungsdauer sollten trotzdem vollst\u00e4ndig zu Ende gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<h2>Wann Sie \u00e4rztlichen Rat brauchen<\/h2>\n<p>In manchen F\u00e4llen reicht die Selbstbehandlung nicht. Greift der Pilz auf die N\u00e4gel \u00fcber \u2013 erkennbar an verdickten, gelblich-br\u00fcchigen N\u00e4geln \u2013, ist meist eine l\u00e4ngere und gezieltere Therapie n\u00f6tig, die \u00e4rztlich begleitet werden sollte. Ebenso bei Menschen mit Diabetes, Durchblutungsst\u00f6rungen oder geschw\u00e4chtem Immunsystem: Hier k\u00f6nnen auch kleine Hautsch\u00e4den am Fuss ernster werden, weshalb ein fr\u00fcher Arztbesuch ratsam ist. Auch wenn sich nach mehreren Wochen konsequenter Behandlung nichts bessert oder die Stelle n\u00e4sst, stark schmerzt und sich entz\u00fcndet, geh\u00f6rt der Fuss abgekl\u00e4rt.<\/p>\n<h2>Vorbeugen ist einfach<\/h2>\n<p>Der beste Schutz kostet fast nichts. Tragen Sie in Schwimmbad, Sauna und \u00f6ffentlichen Duschen Badeschuhe. Trocknen Sie nach dem Baden die F\u00fcsse gr\u00fcndlich ab, besonders die Zehenzwischenr\u00e4ume \u2013 ein frisches Tuch und notfalls k\u00fchle Luft aus dem Haartrockner helfen, Restfeuchte zu entfernen. Wechseln Sie Socken t\u00e4glich, bevorzugen Sie atmungsaktive Materialien und lassen Sie Schuhe zwischen den Eins\u00e4tzen ausl\u00fcften. Wer zu Fusspilz neigt, kann vorbeugend ein Fusspuder verwenden. \u00c4hnlich wie beim wunden Hautbereich in Falten, den wir im Beitrag <a href=\"https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/wundsein-in-hautfalten-hilfe-bei-intertrigo\/\">Wundsein in Hautfalten<\/a> beschreiben, gilt auch hier: Trockenheit ist die halbe Miete.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Fusspilz ist im Sommer h\u00e4ufig, aber selten ein Grund zur Sorge. Mit einem rezeptfreien Antimykotikum aus der Apotheke, konsequent \u00fcber die gesamte empfohlene Dauer angewendet, verschwindet er in den meisten F\u00e4llen zuverl\u00e4ssig. Wer zus\u00e4tzlich auf trockene F\u00fcsse und Badeschuhe achtet, beugt der n\u00e4chsten Infektion wirksam vor. Lassen Sie sich in der Apotheke zum passenden Pr\u00e4parat beraten \u2013 und behandeln Sie fr\u00fch, solange die Stelle noch klein ist.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.<\/em><\/p>\n<p>Blog: https:\/\/www.coremind.ch\/wordpress\/ \u00b7 Autor: Mike Neuburger<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum wird es warm, f\u00fcllen sich Freib\u00e4der, Saunen und Seeb\u00e4der \u2013 und mit ihnen steigt die Zahl der Fusspilz-Infektionen. Barfuss \u00fcber feuchte Fliesen, verschwitzte F\u00fcsse in geschlossenen Turnschuhen: Der Pilz liebt genau diese Bedingungen. Fusspilz ist unangenehm, aber in den allermeisten F\u00e4llen gut selbst behandelbar. 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