Apotheke

Fusspilz: Was die Apotheke im Sommer rät

Kaum wird es warm, füllen sich Freibäder, Saunen und Seebäder – und mit ihnen steigt die Zahl der Fusspilz-Infektionen. Barfuss über feuchte Fliesen, verschwitzte Füsse in geschlossenen Turnschuhen: Der Pilz liebt genau diese Bedingungen. Fusspilz ist unangenehm, aber in den allermeisten Fällen gut selbst behandelbar. Die Apotheke ist dabei die erste und oft ausreichende Anlaufstelle.

Woran Sie Fusspilz erkennen

Typisch beginnt Fusspilz zwischen den Zehen, besonders im engen Zwischenraum der beiden kleinsten. Die Haut wird dort weisslich, weicht auf, juckt und kann einreissen. Später kommen Rötung, Schuppung und ein unangenehmer Geruch dazu. Manche Formen zeigen sich auch als trockene, schuppende Flächen an der Fusssohle oder am Rand. Wer diese Zeichen bemerkt, sollte früh handeln – je kleiner die befallene Stelle, desto schneller ist sie wieder weg.

Die Ansteckung erfolgt fast immer über Pilzsporen am Boden. In Schwimmbad, Sauna und öffentlicher Dusche laufen viele Menschen barfuss, und die Sporen halten sich hartnäckig auf warmen, feuchten Oberflächen. Von dort gelangen sie an die eigene Haut und finden in aufgeweichten Zehenzwischenräumen ideale Bedingungen. Auch innerhalb des Haushalts wandert der Pilz gern weiter – über geteilte Badematten, Handtücher oder Hausschuhe. Wer barfuss durch die Wohnung läuft, verteilt Sporen zudem auf dem Boden, wo sie andere Familienmitglieder anstecken können.

Was die Apotheke empfiehlt

Gegen Fusspilz gibt es rezeptfreie Antimykotika – Mittel, die den Pilz abtöten oder sein Wachstum stoppen. Sie sind als Creme, Gel, Spray, Puder oder Lösung erhältlich. Häufige Wirkstoffe sind Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin und Ciclopirox. In der Apotheke lässt sich am besten klären, welche Darreichungsform passt: Cremes eignen sich gut für die Zehenzwischenräume, Sprays und Puder eher für grössere Flächen oder zur Anwendung im Schuh. Manche Kombipräparate enthalten zusätzlich einen leicht entzündungshemmenden Anteil, der den Juckreiz rascher lindert – für die eigentliche Heilung bleibt aber das Antimykotikum entscheidend.

Entscheidend ist die Konsequenz. Die Behandlung dauert je nach Wirkstoff und Ausmass meist zwei bis vier Wochen, manchmal länger. Ein häufiger Fehler: Man setzt das Mittel ab, sobald der Juckreiz weg ist. Dann sind aber oft noch Pilzreste vorhanden, und die Infektion kehrt zurück. Wenden Sie das Präparat deshalb wie angegeben weiter an, auch wenn die Haut schon wieder gut aussieht – gerade Terbinafin-Präparate mit kürzerer Anwendungsdauer sollten trotzdem vollständig zu Ende geführt werden.

Wann Sie ärztlichen Rat brauchen

In manchen Fällen reicht die Selbstbehandlung nicht. Greift der Pilz auf die Nägel über – erkennbar an verdickten, gelblich-brüchigen Nägeln –, ist meist eine längere und gezieltere Therapie nötig, die ärztlich begleitet werden sollte. Ebenso bei Menschen mit Diabetes, Durchblutungsstörungen oder geschwächtem Immunsystem: Hier können auch kleine Hautschäden am Fuss ernster werden, weshalb ein früher Arztbesuch ratsam ist. Auch wenn sich nach mehreren Wochen konsequenter Behandlung nichts bessert oder die Stelle nässt, stark schmerzt und sich entzündet, gehört der Fuss abgeklärt.

Vorbeugen ist einfach

Der beste Schutz kostet fast nichts. Tragen Sie in Schwimmbad, Sauna und öffentlichen Duschen Badeschuhe. Trocknen Sie nach dem Baden die Füsse gründlich ab, besonders die Zehenzwischenräume – ein frisches Tuch und notfalls kühle Luft aus dem Haartrockner helfen, Restfeuchte zu entfernen. Wechseln Sie Socken täglich, bevorzugen Sie atmungsaktive Materialien und lassen Sie Schuhe zwischen den Einsätzen auslüften. Wer zu Fusspilz neigt, kann vorbeugend ein Fusspuder verwenden. Ähnlich wie beim wunden Hautbereich in Falten, den wir im Beitrag Wundsein in Hautfalten beschreiben, gilt auch hier: Trockenheit ist die halbe Miete.

Fazit

Fusspilz ist im Sommer häufig, aber selten ein Grund zur Sorge. Mit einem rezeptfreien Antimykotikum aus der Apotheke, konsequent über die gesamte empfohlene Dauer angewendet, verschwindet er in den meisten Fällen zuverlässig. Wer zusätzlich auf trockene Füsse und Badeschuhe achtet, beugt der nächsten Infektion wirksam vor. Lassen Sie sich in der Apotheke zum passenden Präparat beraten – und behandeln Sie früh, solange die Stelle noch klein ist.

Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.

Blog: https://www.coremind.ch/wordpress/ · Autor: Mike Neuburger

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