Finanzen

Framer-Websites für KMU: Studi-Nebenjob 2026

Viele Schweizer KMU haben eine Website, die aussieht wie 2015: langsam, unübersichtlich, vom Handy kaum bedienbar. Gleichzeitig sind professionelle Agenturen teuer – schnell 5’000 Franken und mehr für ein paar Seiten. Genau in diese Lücke passt ein Nebenverdienst, der gerade für BWL-Studierende mit Gespür für Marketing und Design ideal ist: moderne Websites mit Framer bauen. Du brauchst dafür keine Programmierkenntnisse, sondern ein Auge für Gestaltung und die Bereitschaft, ein Tool sauber zu lernen.

Warum gerade jetzt – und warum Framer

Framer war ursprünglich ein Prototyping-Werkzeug und ist inzwischen ein vollwertiger No-Code-Website-Builder. Du gestaltest direkt auf einer Leinwand, ähnlich wie in Figma oder Canva, und Framer erzeugt daraus eine schnelle, suchmaschinenfreundliche Website. Das Tool ist 2026 stark im Kommen, weil es Designfreiheit und Performance verbindet, ohne dass man Code schreiben muss.

Für dich als Einsteiger heisst das: niedrige Einstiegshürde, aber ein Ergebnis, das professionell aussieht. Ein Framer-Abo kostet je nach Plan ab rund 4 Franken (Mini) bis etwa 13 Franken pro Monat (Basic) – Kosten, die du als Dienstleister direkt an den Kunden weitergibst oder in dein Angebot einrechnest.

Aktive Möglichkeiten: Kundenprojekte bauen

Das Kerngeschäft ist klar: Du baust oder überarbeitest Websites für lokale KMU – die Physiotherapie um die Ecke, das Treuhandbüro, das junge Startup. Schweizer Freelancer verrechnen für Webdesign typischerweise 120 bis 180 Franken pro Stunde; für eine fünfseitige Website kommen schnell 3’000 bis 6’000 Franken zusammen. Als Studi positionierst du dich darunter – etwa mit Paketpreisen von 1’500 bis 3’000 Franken pro Projekt – und gewinnst so deine ersten Referenzen.

Der schnellste Einstieg: Baue zwei, drei fiktive Demo-Websites für Branchen, die dich interessieren, und zeige sie als Portfolio. Sprich dann gezielt Betriebe an, deren Auftritt veraltet ist. Ein konkreter Vorher-nachher-Vergleich überzeugt mehr als jeder Verkaufstext. Wer parallel lernen will, wie man solche Anfragen professionell abwickelt, findet im Artikel zu Landingpages mit Webflow verwandte Ideen zur Kundengewinnung.

Passive Möglichkeiten: Templates und Wartung

Neben dem Projektgeschäft gibt es zwei Wege zu wiederkehrendem Einkommen. Erstens: Framer-Templates. Du gestaltest einmal eine hochwertige Vorlage – etwa für Coaches, Restaurants oder Handwerksbetriebe – und verkaufst sie im Framer-Marketplace oder auf der eigenen Seite immer wieder. Ein gutes Template, das du einmal baust, kann über Monate Verkäufe generieren.

Zweitens: Wartungs-Abos. Biete deinen Kunden an, ihre Seite gegen eine monatliche Pauschale aktuell zu halten – kleine Textänderungen, neue Bilder, saisonale Aktionen. Schon 50 bis 100 Franken pro Kunde und Monat summieren sich bei einer Handvoll Kunden zu einem verlässlichen Grundeinkommen, das kaum Zeit frisst.

Realistische Zeitplanung bei 20 bis 40 Prozent

Wichtig ist, ehrlich mit dir selbst zu sein. Ein erstes Kundenprojekt dauert anfangs länger als gedacht – rechne mit 20 bis 30 Stunden, bis Routine einkehrt. Bei einem Pensum von 20 bis 40 Prozent neben dem Studium bedeutet das: ein bis zwei Projekte parallel, nicht fünf. Plane feste Blöcke ein, etwa zwei Nachmittage pro Woche, und kommuniziere realistische Lieferfristen.

In der Prüfungsphase nimmst du keine neuen Projekte an, sondern bedienst nur die Wartungs-Abos – die wenig Zeit brauchen. So bleibt das Studium die Priorität, und der Nebenverdienst passt sich deinem Semesterrhythmus an, statt ihn zu sprengen.

Denk auch an die formelle Seite. Sobald du regelmässig Rechnungen stellst, giltst du als selbständig erwerbend und musst deine Einkünfte bei der AHV anmelden und in der Steuererklärung deklarieren. Bei kleinen Beträgen ist das unkompliziert, aber kläre es früh ab, damit später keine Nachforderungen kommen. Ein einfaches Tabellenblatt mit Einnahmen, Ausgaben und Stunden pro Projekt hilft dir, den Überblick zu behalten und deine Stundensätze realistisch zu kalkulieren.

Erster konkreter Schritt

Leg dir noch diese Woche einen kostenlosen Framer-Account an und baue eine einzige Demo-Seite für ein Wunsch-KMU nach. Nimm dir eine bestehende, veraltete Website als Vorlage und zeig, wie viel besser es geht. Diese eine Demo ist dein Türöffner für das erste Verkaufsgespräch.

Fazit

Framer-Websites für KMU verbinden gestalterische Kreativität mit echtem Geschäftsnutzen – und passen perfekt zu einem BWL-Studium mit Marketing-Affinität. Du lernst Kundengewinnung, Preisgestaltung und Projektmanagement direkt am lebenden Objekt, baust ein Portfolio auf und verdienst dabei anständig. Der Markt ist da, das Tool ist zugänglich, und der einzige, der dich noch bremst, bist du selbst.

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